| WendePunkte |
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WendePunkte nennt sich das neue Jugendgeschichtsprojekt des Kulturkreis Neukirchen e.V.
"Wendepunkte sind die Zeitpunkte im Leben, an denen Neues beginnt, weil Altes endet..." Dies sind Ziel und Inhalt unseres Projektes, das sich nicht nur mit rechtsextremen Strukturen in unserer ländlichen Region auseinandersetzt, sondern auch die Zeit der deutschen Einheit und deren Veränderungsprozesse für die Kinder und Jugendlichen zum heutigen Zeitpunkt beinhaltet. Daraus resultierend entstand die Idee, anlässlich des "Meilensteines 20.Jahre Wende" das Geschichtliche mit dem Neuzeitlichen zu verbinden. Die Idee: Während der Arbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Projekt "SzenenWechsel" hat sich die Frage für die TeilnehmerInnen ergeben, ob es denn zu DDR-zeiten schon Rechtsextremismus gab und wenn ja, in welcher Form. Entstanden ist diese Frage aus den persönlichen Recherchen der TeilnehmerInnen heraus, die sie in ihrem Umfeld zu verschiedenen Projektinhalten tätigten. Viele Fragen wurden von eltern, Großeltern, Verwandten und Bekannten so kommentiert: "Das hat es in der DDR nicht gegeben." Diese für die nachwachsende Generation strittige Aussage, dass sich nach dem Zusammenbruch der DDR das Auftreten des Rechtsextremismus, der Fremdenfeindlichkeit und der generellen Gewalt unerwartet schnell ausbreitete, soll in diesem Projekt recherchiert, erarbeitet und somit beantwortet werden. Die grundsätzlichen Veränderungen (Schule, Freizeit, Familie) für die Zielgruppe werden ebenfalls ein Teil der Module im Projekt sein. Für die jungen Erwachsenen, die die Wende und somit die Umstrukturierung des Staates nicht bewusst miterlebt haben, gab es wesentliche Veränderungen, nicht nur für sie selbst sondern auch für ihr näheres Umfeld. Ob derartige Veränderungen als Auslöser für rechtsorientiertes Gedankengut stehen, gilt es für die TeilnehmerInnen in diesem Projekt herauszufinden. Projektziele: 1. die TeilnehmerInnen sind über geschichtliche Hintergründe der DDR informiert 1.1. die TeilnehmerInnen sind über das damalige und heutige politische Zeitgeschehen im Vergleich informiert 1.1.1. die TeilnehmerInnen werden anhand von Recherchen in Archiven, Internet, Zeitschriften und Publikationen zu der Thematik die Gründe finden, ob es seit der Wende im Osten Deutschlands eine erhöhte Bereitschaft zu rechtsextremistischem Handeln gibt 1.1.2. die Zielgruppe "junge Erwachsene" wird gemeinsam mit jüngeren TeilnehmerInnen und anderen Interessierten bestimmte Teile der vergangenen DDR-Geschichte aufarbeiten und so für die jüngere Generation "erlebbar" machen 2. die TeilnehmerInnen sind über die Problematik "Rechtsextremismus" und dessen Erscheinungsformen informiert 2.1. die TeilnehmerInnen sind über den Umgang mit Rechtsorientierten informiert, zeigen Zivilcourage und sind zu mehr aktivem bürgerschaftlichen Engagement bereit 2.1.1. alle TeilnehmerInnen werden so für die Problematik Rechtsextremismus und dessen Ursachen sensibilisiert und können mit ihrem erreichten Wissen und Erfahrungen als MultiplikatorInnen für ihr Umfeld wirken 2.1.2. durch die gemeinsame Ideenfindung für eine bessere Lebensqualität für Kinder und Jugendliche durch bürgerschaftliches Engagement und Eigeninitiative, kann die Besetzung von öffentlichem Raum durch rechtsgesinnte Jugendliche eingegrenzt bzw. gänzlich verhindert werden 2.1.3. durch die Stärkung ihres Selbstbewußtseins und der Motivation zur Eigeninitiative gewinnen sie ihren öffentlichen Raum zurück, ohne Konfliktsituationen herbeizuführen Zielgruppen: Als Hauptzielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region Neukirchen / Stollberg und dem angrenzenden Chemnitzer Stadtrand angedacht, aber auch generell MultiplikatorInnen, Interessierte und Betroffene aus dem neuen Erzgebirgskreis. Ebenso werden wir soziale Randgruppen (Behinderte, Migranten, Spätaussiedler) generationsübergreifend in das Projekt mit einbeziehen. Module/Workshops: Bereichert werden diese Workshops durch Ausstellungen von Kooperationspartnern und von den teilnehmerInnen, die das erarbeitete Material zusammenfassen und in einer Fotoausstellung präsentieren werden, die an einer selbst gebauten, mehrfach geteilten Dokumentationsmauer auf unserem Außengelände dann zu sehen sein wird.
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